Modulares Betriebssystem ExtremeXOS™ unterstützt Hochverfügbarkeit, Security und Universal Port Eingeführt 2003 auf dem (Carrier-) Switch BlackDiamond 10808, ist das modulare ExtremeXOS™ Betriebssystem heute auf allen Ebenen einer Netzwerk-Infrastruktur verfügbar: im Core (BlackDiamond 12k, 10k, 8800er Serie), im Smart Core- / Gigabit Aggregation-/Distributions-Bereich (BD8800 & X450er Serie) sowie im Edge (Summit X450, X250e und X150er Serie). ExtremeXOS™ ist das erste Switch-Betriebssystem für Enterprise Switches, welches nicht monolithisch sondern modular aufgebaut ist und somit gänzlich flexibel auf Störungen reagieren kann. Das System verfügt über ein breites Featurespektrum (vgl. Abb. 9 und 10), welches nachfolgend näher beschrieben wird. Ein detailliertes White Paper ist hier erhältlich. Hochverfügbarkeit ExtremeXOS™ (EXOS) unterstützt die Hochverfügbarkeit des Netzes im Landratsamt Bad Homburg durch mehrere Eigenschaften, u.a. mit der Möglichkeit eines separaten Reboots von Diensten innerhalb des EXOS sowie durch einen Hitless Failover-Mechanismus. Partielles Rebooten von Diensten Das modulare Design von ExtremeXOS™ ermöglicht u.a. ein dynamisches Prozess-Management, Multithreating und Memory-Protection. Es erlaubt das separate Rebooten von Diensten, beispielsweise von Netlogin, EAPS, BGP oder OSPF. Dabei wird jeder Prozess in Echtzeit kontrolliert. Die Möglichkeit von partiellen Reboots bzw. der automatische Restart einzelner Prozesse unterstützt dabei eine höhere Verfügbarkeit des Systems.´ Hitless Failover Innerhalb der BlackDiamond-Systeme sowie in den X250/X450er Stacks unterstützt Hitless Failover sehr schnelle Umschaltzeiten bei Ausfall des Masters. Dies wird durch gezielte Synchronisation der Master-Unit mit dem Backup Node erzielt. Innerhalb der Synchronisation werden beispielsweise Statusinforma-tionen zu Netlogin, PoE, ESRP oder LACP (Link Aggregation Control Protocol) ausgetauscht. Somit müssen diese Informationen bei Ausfall des Masters nicht neu gelernt werden. Security-Features Das ExtremeXOS™ Betriebssystem unterstützt neben der Hochverfügbarkeit u.a. auch nützliche Security-Features, welche im Folgenden kurz skizziert werden. Im Vordergrund stehen hierbei Funktionen für Network Login, Access Lists (ACLs), Denial of Service-Schutz (DoS), IP- und MAC-Adress Protection, sowie Protocol Anomaly Detection. Network Login ExtremeXOS™ ermöglicht eine Authorisierung der User per Network Login. Unterstützt werden drei Varianten zur Zugangskontrolle: • 802.1x Agent-based Login • Web-based Login • MAC-based Login
Durch Verwendung dieser Verfahren wird sichergestellt, dass nur authorisierte Teilnehmer und Geräte Zugang in das Netzwerk erhalten. Alle drei Varianten sind hierbei auf einem Port kombinierbar und können simultan konfiguriert werden. „Multiple Supplikant“-Unterstützung Das System ist zudem „Multiple Supplicant“-fähig, d.h. es werden pro Port einzelne Teilnehmer (Benutzer / Endgeräte) authentifiziert und nicht der komplette Port. So wird insbesondere verhindert, dass der komplette Datenverkehr durchgeleitet wird, nachdem (lediglich) der erste Teilnehmer am Port erfolgreich authentifiziert wurde.

Access Lists (ACLs) Pro VLAN, Port oder Portgruppe können Access Lists (ACLs) zur Filterung des Datenverkehrs verwendet werden. Basierend auf Layer2/3/4-Informationen ist eine Blockierung unerwünschter Dateninhalte möglich. So können beispielsweise MAC- (Layer2) oder IP- Adressen (Layer3) bzw. Dienste wie Telnet oder FTP (Layer4) gefiltert werden. Darüber hinaus sind ACLs zum Umschreiben (Remapping) der Priorität (IEEE802.1p und DSCP DiffServ Code Point) sowie für Policy based Routing verfügbar. Automatischer Schutz vor Denial of Service (DoS) Attacken Die EXOS-basierten Switches sind in der Lage, sich automatisch vor DoS-Attacken zu schützen. Sie erkennen Anomalien beispielsweise in Form von einer ungewöhnlich hohen Anzahl von Paketen in der Input-Queue, erstellen automatisch diesbezüglich ACLs und stoppen den Zugang dieser Pakete zur CPU. Nach einer gewissen Zeitdauer werden diese ACLs automatisch wieder aufgehoben und notfalls wieder reaktiviert, sollte die Attacke andauern. Flankiert wird der DoS-Schutz durch ASIC-basiertes Longest Prefix Match Routing (LPM). IP- und MAC-Adress Protection EXOS hat verschiedene Verfahren implementiert, um Attacken mittels gefälschter IP- oder MAC-Adressen zu erschweren. So kann durch das MAC Adress Security-Feature die Anzahl der am Port zugelassenen Teilnehmer begrenzt oder statisch vorgegeben werden. Letzteres ermöglicht eine genaue Zuordnung der erlaubten Teilnehmer am Port. Trusted DHCP verhindert den Betrieb nicht zugelassener (rogue) DHCP Server. Zudem behindern mehrere integrierte Features die missbräuchliche Nutzung von IP-Adressen durch nicht authorisierte Stationen (ARP-Validation, Source IP Lockdown, Gratuitous-ARP-Protection sowie Abschaltung des ARP-Learning-Mechanismus). Protocol Anomaly Detection Die EXOS-Switches der a- und e-Serie erkennen bestimmte Kombinationen im IP- und TCP-Header, welche nicht Bestandteil einer normalen Daten-Kommunikation sind (z.B. illegale TCP Flag-Kombinationen, hervorgerufen durch Netzwerkscanner). Alle durch den Switch erkennbaren Anomalien können im Switch-ASIC in Wirespeed gefiltert werden.
 - Abbildung 10: ExtremeXOS™ - Modulares Design
Universal Port ExtremeXOS™ bietet darüber hinaus das Universal Port-Featureset. Universal Port ermöglicht eine User-spezifische Konfiguration der Switch-Ports. Hierbei verwendet Universal Port dynamische Profile, die bei bestimmten Ereignissen (sogenannte Trigger) auf Switch-Ports zum Einsatz kommen. Universal Port ist ein Software-basiertes Feature. Zielsetzung ist die automatische Konfiguration des Netzzugangs, abhängig vom angeschlossenen Endgerät bzw. der Tageszeit (Provisioning). Trigger Aktuell sind folgende Trigger bzw. auslösende Ereignisse in ExtremeXOS™ implementiert: • Geräteerkennung mittels LLDP, z.B. für VoIP-Telefone: angeschlossen / nicht angeschlossen (detect / undetect)
• An/Abmeldung von Endgeräten mittels Netlogin ( z.B. 802.1x oder MAC-based)
• Zeitgesteuerte Auslöser Dynamische Profile Das Universal Port Featureset bietet dynamische Profile, welche folgende Portparameter beinhalten können: VLAN, QoS, ACL, PoE und IP-Security (z.B. DoS-Protect). Die Dynamik korreliert hierbei mit dem Inhalt der Profile, welche Variablen enthalten können. Die notwendigen Universal Port-Profile (ASCII / Textdatei) stehen im Switch FLASH-Speicher und somit lokal zur Verfügung. Verwaltungs-/ Erstellungshilfe Die Extreme Networks Management-Software EPICenter™ stellt einen Universal Port Manager zur Verfügung und ermöglicht eine einfache Administration dieses Featuresets. Eine Management-Station ist für die Anwendung der Profile nicht notwendig. Sicheres Management Zur sicheren Administration der Switches stehen mittels SSH, SCP, HTTPS und SNMPv3 mehrere sichere Kommunikationskanäle zur Verfügung. Als unverschlüsselte Varianten können Telnet, TFTP, HTTP und SNMPv1/2 verwendet werden. Out-of-Band Management & WebGUI Alle EXOS-basierten Switches verfügen zudem über einen Ethernet Management-Port für ein sicheres Out-of-Band Management sowie über ein WebGUI-based Device-Management (ScreenPlay). Hardware-based sFlow sFlow ermöglicht ein kontinuierliches Monitoring von Application Level Datenverkehr, gleichzeitig auf allen Ports. sFlow ist auf den ExtremeXOS™-Geräten der aktuellen Generation hardware-basierend integriert und unterstützt (mittels sFlow-Collector = Management-Programm) eine Überwachung des Netzwerks im Hinblick auf Anomalien. Des Weiteren liefert sFlow Daten zur Netzoptimierung, z.B. zu Kommunkations-Beziehungen und zur Protokollverteilung.
 - Abbildung 11: EPICenter™ - Topology Map
Zentrales Management mit EPICenter™ Zur Verwaltung des Netzes nutzt das Landratsamt die Management-Plattform EPICenter™. Die Software basiert auf einer offenen System-Architektur und bietet zahlreiche Features, insbesondere ein Inventory-, Alarm-, Firmware- und Konfigurations-Management. Enthalten ist zudem eine Protokoll-Überwachung (STP, ESRP, EAPS) sowie SNMPv3, SSH-2, HTTPS und LLDP-Unterstützung. Des Weiteren unterstützt EPICenter™ eine schnelle und einfache Konfiguration per Telnet-Makros. Auch die Integration von Sprach-Anwendungen in die Avaya-Plattform und -Managementsysteme sowie eine Wireless-Erkennung und -Verwaltung ist bereits integriert. Ein Policy-Manager unterstützt die Verwaltung von QoS- und ACL-Richtlinien, der integrierte Universal Port Manager hilft bei der Erstellung von Universal Port Profilen. Ein detailliertes White Paper ist ist hier erhältlich. Fazit Ausgehend vom störungsaversen Layer3-Design im Netzwerk verfügt man im Landratsamt Bad Homburg über Carrier Class Switches mit einem breitem Featurespektrum. Diese unterstützen neben der Versorgung der rund 700 Mitarbeiter insbesondere die Bereit-stellung von IT-Dienstleistungen (Hosting, Fernwartung u.a.) für die Städte und Gemeinden im Kreis sowie für das Projekt Schule digital. Die Extreme Networks-Lösung mit ihrem modularen EXOS-Betriebssystem hat sich bewährt und hervorragend in das bestehende Netz integriert. Mit Hilfe der Hochverfügbarkeit im Netz (3 Sekunden Umschaltzeit mit ESRP & OSPF, Hitless Failover, partielle Reboots) bietet man den Anwendern einen soliden Zugriff auf die digitalen Resourcen. Darüber hinaus sichert ein adäquates, auf die Bedürfnisse der Kreisverwaltung abgestimmtes Wartungs- und Service-Konzept, die Verfügbarkeit der IT. Die Kreisverwaltung ist gerüstet. Oliver Lindlar und Thomas Hülsiggensen, GORDION GmbH
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Carrier Class Switching Netzwerk ReDesign im Landratsamt Bad Homburg, Hochtaunuskreis. Extreme Networks BlackDiamond 8800er & Summit X450er Serie ermöglichen Carrier Class Switching und "Gigabit to the Edge" in der Kreisverwaltung. Modulares Betriebssystem ExtremeXOS unterstützt Hochverfügbarkeit, Security & Universal Port-Technik.
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