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STADT SIEGBURG SETZT AUF „SIGIS“ ist ein anspruchsvolles Projekt der IT-Verantwortlichen bei der Stadtverwaltung Siegburg. SIGIS hat die Zielsetzung, verwaltungsinterne Arbeitsabläufe zu optimieren. Dieses „Geo-Informations-System“ stellt allerdings hohe Bandbreiten-Anforderungen an das Lokale Netzwerk. Dem galt es mit einer LAN-Modernisierung professionell zu entsprechen. Die Entscheidung fiel auf ein switched Layer 3 Ethernet mit 1000 Mbit/s im Backbone.
SIGIS im Dienste der Bürger
„Der typische User dieser Applikation ist jeder Mitarbeiter insbesondere im Rathaus, der in seinem Fachbereich in irgendeiner Form mit räumlichen Bezügen zu tun hat. Zum Beispiel ein Kollege, der Auskunft über Eigentümerangaben geben möchte etwa im Rahmen der Bebauungsplanung oder der Erteilung von Baugenehmigungen. Für solche Anforderungsszenarien ist die direkte, unkomplizierte Nutzung von Luftbildern und ähnlichem eine wertvolle, zeit- und kostensparende Hilfe. Vor allem auch deshalb, weil SIGIS große Flexibilität hinsichtlich Einblendungen, Zoom- und Vergrößerungs-Möglichkeiten bietet“. Die Attraktivität von SIGIS hat übrigens bereits das Interesse anderer Kommunen geweckt – diese „me-to“-Ambitionen sind für Lehmann und sein Team eine markante Bestätigung, gute Arbeit geleistet zu haben.
Bestehende Hürden abbauen
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Die Sekundärebene im Rathaus besteht aus fünf Etagenverteilern, die sternförmig per LWL an den Hauptverteiler im Rechenzentrum, das sich im ersten Obergeschoß befindet, angeschlossen sind. Die Anbindung der Verteiler erfolgt jeweils mittels 62,5/125 µm Glasfaser. Die Client-PCs in der Tertiärebene werden via Kat 5 Twisted-Pair-Kupferkabel versorgt, die Anwender sind hierbei sternförmig mit dem jeweiligen Etagenverteiler verbunden. Insgesamt zählt die Stadtverwaltung Siegburg rund 250 Arbeitsplatz-PCs, davon bilden 150 Mitarbeiter den Pool der potentiellen SIGIS-User. Zirka 200 Fachanwendungen haben Bernd Lehmann und sein Team zu betreuen. Generell ist die Applikations-Szenerie fest in Microsoft-Hand, so sind die typischen Win-NTund Office-97-Lösungen zu finden. In der Mehrheit sind NT-Server im Einsatz.
Daß diese Netzwerk-Konstellation für moderne, bandbreitenintensive Anwendungen à SIGIS keine optimalen Voraussetzungen bot, war naheliegend. Nun stellte sich die Frage, in welche Richtung und mit welcher Marschroute eine Modernisierung zu gehen hatte. Bernd Lehmann und sein Team entschieden sich in dieser Planungsphase für die Inanspruchnahme externer Hilfe. Nach entsprechender Marktsondierung fiel die Wahl auf die in Troisdorf ansässige GORDION Network Consulting GmbH, spezialisiert auf Netzwerk-Analyse, -Design und -Planung, Projekt-Management und -Realisierung.
„Die detaillierte Erfassung der Ist-Situation ist für uns die Grundlage für eine individuelle Konzeption und Netzwerk-Planung“, erklärt Dipl.-Wirt. Inform. Oliver Lindlar, Projektmanager GORDION. Folglich machten sich die Troisdorfer Spezialisten in Sachen Lastmessung von SIGIS unverzüglich an die Arbeit. „Die Analyse der durch SIGIS induzierten Netzlast ergab, daß ein einziger Druckauftrag eines einzigen Anwenders etwa 30 MByte Datentransfer verursacht. Da SIGIS auf flächendeckenden Einsatz überall im Rathaus fokussiert ist, lag die Konsequenz aus der Hinzurechnung jedes weiteren SIGISAnwenders auf der Hand: Performance-Erhöhung mit notwendigen Reserven war das k.o.-Kriterium für die Netzwerk-Optimierung“. Und Thomas Hülsiggensen, System-Engineer GORDION, ergänzt: „Die hohen Datentransfers, welche durch die SIGIS-Software angestoßen werden, determinieren die erforderliche Bandbreite des LANs im Rathaus. Unsere Empfehlung lautete daher: Einsatz des SIGIS-Systems in einer switched 100 Mbit/s Ethernet-Umgebung“.
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„Mit diesem Konzept haben wir die Bedürfnisse der Siegburger Stadtverwaltung unter Berücksichtigung aller notwendigen Reserven für die Zukunft exakt getroffen“, so Oliver Lindlar, „und das beinhaltet natürlich auch Flexibilität hinsichtlich gegebenenfalls weiterer sukzessiver Bandbreiten-Erhöhungen etwa in Netzwerk-Teilbereichen“.
Neu-Konfiguration „at work“
Da GORDION unter einem Dach mit getrennten Gesellschaften Network Consulting und Systemintegration anbietet, beteiligte sich die GORDION Data Systems Technology GmbH an der Ausschreibung und stützte sich dabei auf Komponenten und Lösungen des Herstellers Extreme Networks. Im Zuge der Auswertung aller eingegangenen Angebote erhielt das Unternehmen aus Troisdorf den Zuschlag. Dazu Bernd Lehmann: „GORDION hat allen Vorgaben von uns paßgenau entsprochen. Die absolut budgetverträgliche Kalkulation der vorgeschlagenen Lösung war zwar sehr wichtig für uns, ist aber im Zusammenhang mit dem ins Spiel gebrachten Hersteller zu sehen. Extreme gilt – und darin sind sich alle Analysten und Marktbeobachter einig – mittlerweile als eine der ersten Adressen in Sachen Highspeed Ethernet-Entwicklungen, -Produkte und -Innovation“. Ende Januar 2001 konnte die GORDION Data Systems Technology GmbH die Systemintegration erfolgreich abschließen, so daß sich nun folgende Konstellation im Rathaus Siegburg präsentiert:
Im Rechenzentrum wurde ein chassisbasierter Gigabit Ethernet Switchrouter Alpine 3808 von Extreme Networks, als Core-Switch konzipiert für Enterprise Backbone-Anforderungen, positioniert. Daran via 1000Base-SX angeschlossen sind insgesamt sieben Enterprise Desktop-Switches Summit 48 von Extreme Networks, die mittels 10/100Base-TX die verschiedenen Etagen des Rathauses versorgen.
Eine redundante Konfiguration des Core-Switches ist möglich. Das ESRP-Protokoll der Extreme Switches ermöglicht eine Layer 2 und 3 Redundanz mit realistischen Umschaltzeiten von weniger als zehn Sekunden. „Parallel zur Netzwerk-Umstellung haben wir die Vergabe von IPAdressen modifiziert und etagenbasierte IP-Netze eingeführt“, merkt Marc Hershey, Systemadministrator bei der Siegburger Stadtverwaltung, an. „So können wir nun die attraktiven Möglichkeiten der VLAN-Bildung nutzen“. Alle Extreme Switch-Lösungen verfügen standardmäßig über Wirespeed Layer 3 IPRouting und Layer 2 Switching, Policy based QoS (Ethernet), überschneidende VLANs mit Tagging, mehrfache Load-Sharing-Trunks und Spanning Tree sowie Management via HTTP, SNMP, RMON und Telnet mit Port Mirroring.
Fazit (rh) |